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Mexiko Wirtschaft
Die Wirtschaft in
Mexiko erlebte in der Neuzeit ein stetiges Auf und Ab. Die
zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen setzten dem Land
wirtschaftlich gesehen immer wieder zu.
In den 1860er Jahren
führte die Tatsache, dass Mexiko aufgrund der schlechten
wirtschaftlichen Lage seine Auslandverpflichtungen nicht erfüllen
konnte, sogar dazu, dass Spanien, Großbritannien und Frankreich 1861
ein Expeditionskorps entsandten.
Die spanischen und
britischen Verbände zogen 1862 jedoch wieder ab, die Franzosen
hingegen blieben und besetzten unter Führung von
General
Ignacio Zaragoza die Hauptstadt des Landes und errichteten eine
Monarchie, und setzten Erzherzog Ferdinand Maximilian Joseph von
Österreich als Kaiser ein. 1867 endete das 2. Kaiserreich von Mexiko.
Unter Präsident Portirio
Diaz, der zwar faktisch eine Diktatur führte, stabilisierte sich
jedoch die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Landes erheblich.
Das Land erfuhr in den Jahren der Regentschaft von Diaz einen wahren
Wirtschaftsaufschwung.
Dadurch, dass das Land
über einen außergewöhnlichen Rohstoffreichtum verfügt, fiel es Mexiko
nicht schwer zu einer Industrienation aufzusteigen. Die wichtigsten
Wirtschaftszweige sind heute in Mexiko neben dem Tourismus,
insbesondere die Kraftfahrzeug- und Kraftfahrzeugzulieferindustrie,
wie auch die Petrochemie-, die Chemie- und die Textilindustrie. Seit
01. Januar 1994 ist Mexiko auch Mitglied des Nordamerikanischen
Freihandelsabkommens (NAFTA). Darüber hinaus wurde Mexiko 1994 auch in
die OECD aufgenommen.
Mexiko gehört heute zu
den industriell fortgeschrittensten Ländern von Lateinamerika.
Die wirtschaftlichen
Probleme durch hohe Auslandsschulden, die aufgeblähte Bürokratie und
Ineffizienz sind heute so gut wie überwunden. Diese wirtschaftlichen
Probleme hatten auch Auswirkungen auf die Bevölkerung. Hohe
Inflations- und Arbeitslosigkeitsraten, sowie Zahlungskrisen und auch
Kapitalflucht belasteten das Land sehr schwer. Zwischen den
städtischen Zentren und den ländlichen Regionen besteht aber auch
heute noch ein sehr starkes Gefälle und eine damit einhergehende
soziale Unausgeglichenheit.
1996 kehrte das Land
dabei jedoch zu einem starken Wachstumskurs zurück. Und auch 1997 bis
2000 setzte sich dieser Trend fort. Motor des Aufschwungs ist
sicherlich das
am
01. Januar 1994 in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen
Mexiko, den USA und Kanada. Seit 2000 besteht auch ein
Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union.
Die Hälfte der Ein- und
Ausfuhren werden heute mit den USA abgewickelt. Aber auch immerhin 10
bis 20 Prozent mit den Ländern der Europäischen Union.
Mexiko hat inzwischen 32
Freihandelsabkommen mit über 40 Ländern.
Durch den
wirtschaftlichen Aufschwung konnten auch Probleme wie die hohe
Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen werden. Weiterhin problematisch
jedoch ist die unausgewogene Einkommensverteilung mit einer sehr hohen
Armutsrate von über 50 %.
Die in Gang gesetzte
Privatisierungspolitik Mexikos wird zurzeit fortgesetzt. Die Zahl der
privaten Firmen nimmt stetig zu. Eisenbahn und Flughäfen, sowie
Seehäfen sind bereits zum großen Teil privatisiert, wie auch die
Privatisierung der Banken. Und auch die Liberalisierung des
Energiesektors kommt voran, wohin gegen in den Bereichen
Telekommunikation und Petrochemie noch Reformen ausstehen. Einen
großen Bereich in der Wirtschaft Mexikos nimmt die Maquiladora
Industrie ein. Sie dominiert vor allem den Textilsektor.
Die wichtigsten
Exportgüter von Mexiko sind neben industriellen Erzeugnissen, wie
Maschinen, auch Erdöl und Agrarprodukte. Eingeführt werden von Mexiko
überwiegend Elektronikartikel, sowie Fahrzeuge und Fahrzeugteile, aber
auch Eisen und Stahl.
Hauptproblem der
Entwicklung der Wirtschaft in Mexiko ist und bleibt die Korruption. |