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Mexiko Kultur

Geprägt ist die mexikanische Kultur insbesondere durch die Verbindung von indigenen und europäischen, insbesondere durch spanische Elemente. In letzten Jahrzehnten spielten aber auch Einflüsse aus den USA, dem Hauptimport- und Hauptexportland Mexikos eine große Rolle. In der Kolonialzeit und auch noch in den ersten Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit Mexikos wurde die Kultur unmittelbar durch spanische Einflüsse geprägt. Von 1910 an – seit der mexikanischen Revolution - jedoch entwickelten die Mexikaner eine zunehmend eigene Dynamik. Die mexikanische Literatur, Kunst und Musik genießt heute internationale Anerkennung. Sie reflektiert dabei die bewegte Vergangenheit des Landes, angefangen von den prekolumbianischen Kulturen, über die rund 300 Jahre dauernde Kolonisation durch Spanien bis hin zu dem Einfluss der westlichen Welt, insbesondere durch die USA in der Neuzeit.
 
   

Bekannt weit über die Grenzen Mexikos hinaus der Mariachis. Ihn spielen noch heute Wandermusiker in der typischen Tracht, der Charros, bei Festen, Hochzeiten und in Restaurants. Eine Mariachi Gruppe besteht dabei aus Gitarren, Geigen, sowie Trompeten und einem, oder aber mehreren Sängern. Eine lange Tradition haben auch die so genannten Voladores aus Papantla. Einer der Musiker hängt dabei auf einem Mast, der mehrere Meter hoch ist und führen dort oben kreisende Bewegungen aus.Kultur

Ein umfangreicher Kopfschmuck, sowie Rasseln, aber auch Pfeil und Bogen sind die wichtigsten Requisiten der Sonajero Tänzer. In Mexiko tanzt man aber auch gerne Polka und Walzer. Im Karibischen Raum Mexikos sind wiederum Tänze wie Rumba, oder aber Mambo und Danzón beliebt. Durch das jüngere Publikum wurden aber auch Salsa, Merengue und Cumbia zu Modetänzen.

Zu Mexikos Kultur gehören aber auch die Charreadas, die mexikanischen Pferdewettspiele. Ihren Ursprung haben die Charreadas in den Wettbewerben der mexikanischen Cowboys, die auf den Haciendas arbeiteten . Heute sind die Charreadas ein folkloristisches Ereignis. Eine Charreada beginnt mit der Parade der antretenden SonneMannschaften. Begleitet werden sie von einer berittenen Frauengruppe. Ein Reiter trägt beim Einritt in die Arena die mexikanische Nationalflagge. Alle Vorführungen werden gepunktet. Die Punkte werden gesammelt, wobei das ganze Jahr über derartige Veranstaltungen stattfinden. Den Abschluss bildet die "Fiesta de Charro", die ihren krönenden Abschluss mit dem Tanz der "Jarabe Tapatio" findet.

Mexiko verfügt auch über ein Symphonieorchester. Das mexikanische Symphonieorcheste wurde 1928 von Chávez gegründet. 1952 gründete die Choreographin Amalia Hernández das Ballett Folklórico. Und auch mexikanische Sänger und Gruppen, ob nun aus Pop- oder Rockmusik sind wahre Exportschlager. Mexikanische Interpreten beeinflussen erheblich die  Musikszene von ganz Lateinamerika und auch in den USA sind viele populär.

Zu den weit über die Landesgrenzen Mexikos hinaus populärsten Sängern gehören unter anderem Mana, Jaguare, El Tri, Elefante, Moenia, Paulina Rubio, Thalia, sowie Gloria Trevi.

Die meisten singen auf Spanisch.

Bekannt ist Mexiko auch durch seine Telenovelas, die auch im Fernsehen von europäischen Ländern laufen. In Deutschland liefen zum Beispiel die Novelas "Die wilde Rose" und "Nie vergaß ich Soledad“. In ganz Lateinamerika sind die Telenovelas aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, sie werden seit Ende der 1950er Jahre produziert. Das Prinzip der Telenovela ist dabei simpel. Es geht immer um eine melodramatische Liebesgeschichte, die meist drei Beteiligte hat. Intrigen und Verwicklungen und ein glückliches Ende. Beliebt sind dabei insbesondere so genannte Aschenputtel-Geschichten.